Zukunft Leben
Auf dem Weg zur All Electric Society

Moderne Technik erlaubt die Automatisierung, Autonomisierung, Flexibilisierung, Vernetzung und Individualisierung ganzer Lebensbereiche. Ebenso ist im Wohnumfeld eine Abkehr von der Digitalisierung aufgrund der immensen Anwendungspotenziale durch neue intelligente Geräte und Algorithmen kaum mehr vorstellbar. Gemeinsam mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen arbeitet der Arbeitskreis Integrierte Informationssysteme an der Umsetzung neuer vielfältige Geschäftsprozesse und Dienstleistungen für die „All Electric Society“. In diesem Zusammenhang wird von einer digitalen Sektorkopplung (bspw. Gesundheitswesen und Wohnungswirtschaft) gesprochen, bei der immer mehr Einsatzfelder durch die Ressource Strom geschaffen werden.

Gebäudeautomation

Primäre Ziele der Gebäudeautomation sind Energieeinsparung und Steigerung des Komforts sowie der Sicherheit für Wohnung und Bewohner. Hierfür interagiert die Technische Gebäudeausrüstung (Smart Home, Informations-, Kommunikations-, Steuerungs- und Regelungstechnik) aus unterschiedlichen Ebenen (Raum, Wohnung, Gebäude) miteinander. Zur Realisierung der Interoperabilität dieser Geräte bedarf es Schnittstellen für die Kommunikation, so dass Daten von Sensoren erfasst und analysiert werden können. Nach der Verarbeitung werden Befehle an die Aktorik gesendet. Durch die Kopplung von Sensorik und Aktorik durch intelligente Softwarebausteine werden dem Bewohner aktive und passive Unterstützungsfunktionen zur Verfügung gestellt und gleichzeitig eine Anbindung zu externen Dienstleistern ermöglicht.

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Ambient Assisted Living (AAL)

Die Digitalisierung ermöglicht durch moderne Kommunikationswege und verstärktem Einsatz von Technik im Wohnumfeld die Entwicklung und Bereitstellung von neuen Dienstleistungen. Hierbei sind Assistenzsysteme gemeint, die ältere Menschen in ihrer eigenen Wohnung unterstützen und somit zum längeren Erhalt der Selbstständigkeit beitragen. Im Bereich der Pflegewissenschaft hat sich in den letzten Jahren der Ausdruck „Ambient Assisted Living“ (AAL) für diese Leistungen etabliert. Technik aus den Bereichen „Smart Home“ und „Internet of Things“ können mit Hilfe anwendungsspezifischer Algorithmen und somit neue Funktionen hinzugefügt werden. Insbesondere die Pflege kann von ausgewerteten Daten aus den Wohnungen einzelner Patienten profitieren. Ein Ansatzpunkt ist dabei beispielsweise die Optimierung von Pflegeprozessen. Hier ist von der Reorganisation bis hin zur völligen Neukonzeption dieser Prozesse vieles möglich. Eine Umstellung der bisher zeitgesteuerten auf eine ereignisgesteuerte Pflege ist durch den Einsatz solcher Technologien realisierbar.

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Energiemanagement

Mit Hilfe der Gebäudeautomatisierung ist eine detaillierte energetische Betrachtung (Wärme und Strom) von Wohngebäuden realisierbar. Dadurch kann anhand der detektierten Daten der Energie- und Medienverbrauch im Gebäude visualisiert, analysiert und durch gezielte Maßnahmen verbessert werden. Insbesondere das Nutzerverhalten der Bewohner bietet Potenzial zur Energieeinsparung, in dem die negativen Auswirkungen von Fehlverhalten reduziert werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem verstärkten Einsatz regenerative Energiequellen. Bei der elektrischen Energie werden Stromverbraucher, -erzeuger und Speicher intelligent miteinander vernetzt, so dass die Geräte situativ gesteuert werden können. Bei der Konzeption und Implementierung elektrisch-thermischer Verbundsysteme werden ebenso intelligente, dezentrale Steuerungs- und Regelungswerkzeuge benötigt.

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Stadt- und Quartiersentwicklung

Der demographische Wandel stellt eine der größten Herausforderungen für die nachhaltige, ökologische und soziale Stadtentwicklung dar. Insbesondere die sozialen Aspekte (Altersarmut, steigende Mietpreise, Isolation) rücken stärker in den Vordergrund. Eine Möglichkeit diesen Problemen zu begegnen, sind integrierte Stadtentwicklungskonzepte, in denen die Stadt gemeinsam mit dem Arbeitskreis Integrierte Informationssysteme und Wohnungswirtschaft an neuartigen, innovativen Lösungen arbeitet. Diese beinhalten ebenso eine ressourceneffiziente und energetische Analyse der Versorgungsinfrastrukturen. Ziel ist die intelligente Vernetzung aller beteiligten Akteure zur Gestaltung einer sozialen, grünen und technologischen „Smart City“ mit bezahlbarem Wohnraum.

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Mobilität

Um die Elektromobilität in Deutschland erfolgreich zu gestalten, müssen Voraussetzungen für eine positive Wahrnehmung der Bevölkerung hinsichtlich zukünftiger Mobilitätsmöglichkeiten geschaffen werden. Dies beinhaltet neben emissionsfreien, schnellladefähigen Elektrofahrzeugen mit ausreichender Reichweite ebenso eine flächendeckende Infrastruktur, die nah an der eigenen Wohnung vorzufinden sein muss. Hierfür müssen die Ladesäulen in die intelligente Gebäudeinfrastruktur der Quartiere eingebunden werden, um möglichst viele Synergieeffekte zu nutzen. In Folge dessen wird auch die Elektrifizierung der Fahrzeugflotten von quartiersbezogenen Dienstleister (Pflege, Handwerk) bedeutsam, die zukünftig auch autonom unterwegs sein könnten.
Parallel müssen auf Quartiersebene Micro- und Nahmobilitätskonzepte entwickelt werden, die den älter werdenden Bewohnern weiterhin eine selbstständige Teilhabe am Quartiersleben ermöglicht. Dafür werden unterschiedliche Ansätze und Betreibermodelle entwickelt.

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